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Homburger Narrenzunft e. V.              

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Die nachfolgenden Infos, Texte und Bilder basieren auf Materialien unseres langjährigen Mitglieds
und Technik-Experten Norbert Seyfried und den Materialien aus dem Archiv der HNZ,
vor allem von Heinz Stolpe und Heinrich Biewer!

Die Vorgeschichte

Karnevalsveranstaltungen gab es in Homburg schon früher. Belegt ist ein Aufruf im Homburger Anzeiger aus dem Jahr 1874 zu einer Faschingsveranstaltung an alle Narren, in die Narhalla zu kommen mit dem Motto: "Oben aufi, hinten eini, vorne führi und wieder zurück". Diese Einladung ist der Nachweis dafür, dass wir heute auf über 140 Jahre Karneval in Homburg zurückblicken können.

Aus dem Jahre 1877 stammt das älteste Bilddokument anlässlich eines Faschingstreibens der Gesellschaft Germania mit als Husaren, Polizisten oder sonstwie verkleideten jungen Männern.



Ein schöner optischer Beweis für frühes fastnachtliches Treiben in Homburg ist die Postkarte oben aus der Zeit um 1900 von der 1. großen Gala Kappensitzung der Gesellschaft "Gemütlichkeit" Homburg-Pfalz unter dem Motto: "Non plus ultra".
" D´ Hannes un' d' Pére die muschte
höre ! "

In den Folgejahren gab es Kappensitzungen der Gesellschaften "Gemütlichkeit" und "Fidelia". Nach dem 1. Weltkrieg setzte die Fidelia die Tradition mit Kappensitzungen fort. Außerdem gab es Maskenbälle der Turn- und Sportvereine sowie der Schützengesellschaft Homburg.

Nach dem 2. Weltkrieg, bereits im Jahr 1947, führte die Sängervereinigung "Fidelia" im Kultursaal des Saalbaus eine Art Faschingsveranstaltung durch. Ab 1951 trat wiederum die Sängervereinigung mit ihren Akteuren in Aktion und führte bis 1954 in glänzender Form Kappensitzungen und Maskenbälle durch. Im Jahre 1955 traten dann irgendwelche Ermüdungserscheinungen auf und man musste feststellen, dass auswärtige Karnevalsvereine ihre Veranstaltungen in Homburg auf Einladung durchführten.

Am 10. Februar 1955 hielt der Verkehrsverein Homburg unter Leitung von Dr. Paul Weber
im Hotel Dümmler eine Generalversammlung ab, in deren Verlauf auch das Thema Karneval besprochen wurde. Es wurde dabei die Frage gestellt, ob es Homburg nötig habe, Humor zu importieren. Man war der Meinung, dass in Homburg genug Kräfte sind, die unter einer gemeinsamen Führung einen bodenständigen und zugkräftigen Karneval aufziehen könnten. Es wurde deshalb der Vorschlag gemacht, der Verkehrsverein solle in Verbindung mit der Sängervereinigung und der Stadtverwaltung eine diesbezügliche Organisation schaffen.




Am 13. Februar 1955 führte das Schülerheim Stolpe unter der Leitung von
Heinz Stolpe, dem späteren, auf Dr. Hautz folgenden 1. Zunftmeister, im Saalbau in Homburg einen Kinderkostümball durch. Auch die Erwachsenen mischten kräftig mit.
Heinz Stolpe sollte in der Folgezeit als "Herzog Karl II. August" mit seinem "Hofstaat"
und als "Onkel Heinz" bei den Kindersitzungen die Präsentationen der Homburger
Narrenzunft bereichern.


Die Gründung der Homburger Narrenzunft


Im Sommer 1955 fand dann unter der Protektion des Verkehrsvereins im
Homburger Hof die Gründungsversammlung unter Leitung von Rechtsanwalt
Dr. Hautz statt. Man beschloss auf Vorschlag von Jupp Evenschor der
närrischen Vereinigung den Namen " Narrenzunft "  zu geben, kreierte den
Schlachtruf  "Nix wie druff" und wählte Dr. Hautz zum 1. Zunftmeister.
Als Farben wählte man grün-gelb, die der Ehrengarde in Köln.
Dies war die Geburtsstunde  der HNZ, die am 11.11.1955 mit einem
Zunftabend ihre 1. Veranstaltung startete.

Die erste Führungsspitze der Narrenzunft setzte sich wie folgt zusammen:
1. Zunftmeister - Dr.Hautz, Zeremonienmeister - Walter Ruppenhal,
Sitzungspräsident - Jupp Evenschor, Inspizient - Fritz Loew, Literat - Heinz Stolpe.


Pressebericht kann vergrößert werden.


Die erste Kappensitzung fand am 8.Januar 1956 in Erbach statt. Als Büttenredner an
diesem Abend präsentierten sich: Heinrich Biewer, Lothar Diehl, Alfred Spies,
Theo Rojan, Karl Kern, H. Rüsken und Gudrun Geitlinger. 


Die weitere Entwicklung



1958 Heinz Stolpe alias "Herzog Karl II. August" mit seiner "Grande Maitresse
von Esebeck" bei der 400-Jahr-Feier der Stadt Homburg.

 


Heinz Stolpe



Helmut Groth

1965 übernahm Helmut Groth die Führung der HNZ als 1. Zunftmeister von
Heinz Stolpe, der aus gesundheitlichen Gründen von seinem Amt
zurücktreten musste.

 

1965 feierte man den 10. Geburtstag der Homburger Narrenzunft, bei dem vor allem die Schloßbergsänger der HNZ unter Leitung von Wolfgang Eichner brillierten. Als Gäste der Jubiläums- und Prunksitzung begrüßte man den Tischtennisclub Erbach, den KV Zweibrücken, die Bexbacher "Blätsch", den KV Kusel, den KV Landstuhl, den CV Pirmasens, den KV Kaiserlautern, die Oppauer Dampfnudeln, den KBV Bruchmühlbach,
die Gro-Bru-Ka Bruchhof und die Homburger Narrengilde des Landeskrankenhauses.

 

Der Kampagnenbus der HNZ in den 60er Jahren.


 

Die Ur-Rummelbumser 1966: Werner Bächle, Werner Müller, Fritz Fess.

 

Prunksitzung 1966 zur Westricher Fastnacht zum 11-jährigen Jubiläum im Saalbau mit
15 Karnevalsvereinen und 250 Uniformierten, Garden, Tanzgruppen und Akteuren und Prinzenpaaren aus dem ganzen Westrich.

 

1966 Das erste HNZ-Prinzenpaar überhaupt: Prinz Tri I. von Bombay (Medizinstudent
aus Indien damals Uniklinik) und Prinzessin Karin I. (Baums).

 

Die Schlossbergsänger der HNZ 1966 unter Leitung von Wolfgang Eichner.

 


1967 wurde Heinrich Biewer 1. Zunftmeister und leitete die Narrenzunft bis 2002.

Heinrich Biewer  (+ 20.09.2011), Ehrenzunftmeister der Narrenzunft, stand über 33 Jahre 
an der Spitze des Vereins.
 


Mehr als 11 Jahre leitete er die Saarländische Narrenschau in der Kongresshalle Saarbrücken.  Er stand bereits 1955 bei der 1.Veranstaltung der HNZ in der Bütt.
Berühmt war sein alljährliches Schmierentheater am "Goldenen Oktober"
(Bild siehe oben) und seine jährlichen Auftritte als Nikolaus auf dem Homburger
Marktplatz.
In der Kampagne 2005 wurde er mit dem Verdienstorden des Bundes Deutscher Karneval BDK ausgezeichnet.
Er war Träger des saarländischen Verdienstordens und der Bürgermedaille der Stadt Homburg.
 

1967 feierte die HNZ unter dem Motto "Homburg, Deine Römer". Auf dem Bild begrenzt "Lukullus" Heinrich Biewer (links) den HNZ-Ehrensenator Dr. Paul Weber, rechts daneben Bürgermeister Hans Kuhn, Generalissimus Müller und "Fidibus" Edi Becker.
 

1968 Heinz Stolpe alias "Herzog Karl II. August", Herzog von Pfalz-Zweibrücken und Erbauer des Schlosses Karlsberg mit seinem "Hofstaat".
In diesem Jahr leitete er auch eine große Kinderprunksitzung als "Onkel Heinz"
und stiftete dafür einen eigenen Orden (siehe: Orden).

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Die Schlossberggarde 1968 unter der Leitung von Garde- und Tanzmajor Klaus Kratz.
Die Betreuer der Garde waren Heinz Bächle und Hans Emser.

 

Am 3. Februar 1969 feierte die HNZ die Session unter dem Motto "Pi, pa, popp" mit
Heinrich Biewer als 1. Zunftmeister und Programmverstärkung aus Pirmasens, Kusel, Schwetzingen und Mainz.

 

Am 11.11.1969 wurde zum ersten mal der "Unsichtbare Orden" in Gold verliehen (siehe auch Beschreibung bei "Orden" im Jubiläumsjahr 1988). Auf dem Bild verleiht der 2. Zunftpräsident Dieter Grimm den Orden an Heinrich Biewer, in der MItte Heinz Stolpe, der "Herzog Karl II. August".

 

Die Schlossbergsänger der HNZ unter Leitung von Wolfgang Eichner 1972,
seit 1969 auch mit Frauen verstärkt.

 

Am 11.11.1974 zeigte Dr. Paul Weber, Chef der Karlsbergbrauerei und Ehrenzunftmeister,
in einem Lichtbildvortrag eine Bilanz "100 Jahre Fastnacht in Homburg".

 

Am 15.August 1975 fuhr die HNZ mit 600 Personen und 12 Bussen nach Mainz und St. Goar, um dann auf große Fahrt auf dem Rhein zu gehen. Dazu mietete man das Salonschiff "Karlsberg". Dieser Familienausflug, als Konferenzier fungierte der bekannte Karnevalist und MCK-Präsident Rolf Braun, sollte ein Dank sein für die Aktiven der Zunft.

 

1976 wurde der Fanfarenzug der HNZ unter Leitung von
Walter Lambert gegründet.
 

1976 begann die HNZ mit dem Brauch, jedes Jahr drei Homburger Bürger auszuzeichnen, die sich um die Stadt verdient gemacht haben. Es gab für sie keinen Orden, aber einen "original Homburger", ein bekanntes Hutmodell mit einer Schleife und dem Aufdruck "Echter Homburger".
Auf dem Bild von 1982: Schwester Wolislava, Oberstudiendirektor i. R. Franz Funk und Direktor Ernst-Günther Nieschalk von der Fa. Dillinger Stahlbau in Homburg.

 

Jubiläumssitzung 1977: 2 x 11 Jahre HNZ.

 

Die herzoglichen Jäger/innen vermutlich 1978.

 



1980 gab es den ersten Auftrit der "Image-Brothers" oder "Immitsch-Brassers", die den "Hinkelsbüchse-Untergasse-Boogie" kreierten.
 

1980 die "Schloßbergsänger" unter Leitung von Wolfgang Eichner.

 

1982 übernahm die Narrenzunft den städtischen Saalbau als Pächter und
bewirtschaftete die Gasträume im Erdgeschoß und den Saal.
Der Saal wurde auch anderen Vereinen zur Verfügung gestellt.

 

 

1984 fuhr eine Reisegruppe von 31 HNZ-lern als Familienausflug auf Anregung
der Mädchengarde nach Paris und erkundete die Großstadt.

 

1986 richtete die Homburger Narrenzunft die deutsche Meisterschaft in den karnevalistischen Tanzdisziplinen im Sportzentrum Erbach aus.
Daran nahmen 1.100 Aktive teil.

 

1988 feierte man 33 Jahre HNZ mit der  Prinzessin Regina I. (Detsch).
Zweites Bild die "Immitsch-Brassers" und
drittes Bild die Rummelbumser und ´s Elsje.

 

1989 Prinzenpaar Reiner I. und Therese I.

 

1994 richtete die Homburger Narrenzunft die 23. Deutschen Meisterschaften
im Gardetanz aus.

 

1999 Bllder vom Jubiläum der HNZ: 4 x 11 Jahre.



Session 1999/2000: "Närrisches HNZ-Feuerwerk - Mir stelle alles uff de Kopp".

 

Session 2001/2002: Der letschte Penning".
 

2002 übernahm Rüdiger Schneidewind die Führung der HNZ von Heinrich Biewer,
der zum Ehrenzunftmeister gewählt wurde. 2. Zunftmeister wurde Karlheinz Schöner.

 

Session 2002/2003 im Saalbau.




Seit 2005 werden Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens für ihre
Verdienste mit dem Preis der -> "Homburger Kanone" ausgezeichnet.

 

2006 Abschiedsvorstellung des HNZ-Schmierentheaters "Leda&Schwan" anlässlich
des 30. Homburger Oktoberfestes. Diese Theatervorstellung unter dem Titel
"Carmen und Aida im Weißen Rössl" wurde von Heinrich Biewer geleitet, der jetzt
mit 85 Jahren und nach 30 Jahren Auftritt mit seiner Truppe den Abschied feierte.

 

2007 Neujahrstreffen und Verleihung der Homburger Kanone an Dr. Theis.
 


Videos der Auftritte im Jahr 2009:

Tanzmäuse 2009: http://youtu.be/Pf7ZqsLezsg

Jugendgarde 2009: http://youtu.be/dx5HSJPXzRA

Juniorengarde 2009: http://youtu.be/9SHI6MUIjlU

Funkengarde 2009: http://youtu.be/KCSGFSqZtrw

Funkengarde Schautanz 2009: http://youtu.be/-QLbBwcWFpQ

Tanzmariechen Dana 2009: http://youtu.be/N7q5h0GxOmA

Tanzmariechen Marion 2009: http://youtu.be/ed15E-U5cdM

Promillos 2009: http://youtu.be/GiT3pEq7W3s

Singender Elferrat 2009: http://youtu.be/dAHslK4q-DM

 



2010 feierte die Homburger Narrenzunft ihr 55-jähriges Jubiläum. Dabei wurde der langjährige Vorsitzende und Ehrenzunftmeister Heinrich Biewer mit der "Homburger Kanone" ausgezeichnet.


Videos der Gruppen zu und bei der Jubiläumsfeier 5 x 11 im Jahr 2010:

Juniorenschautanz Ende 2009: http://youtu.be/bEWZdJW6aY0

Juniorengarde Ende 2009: http://youtu.be/HlGpCaNTyeY

Tanzmariechen Laura Ende 2009: http://youtu.be/9fk3k569RGc

Tanzmariechen Fabienne Ende 2009: http://youtu.be/TXqKeikxmGM

Tanzmariechen Dana Ende 2009: http://youtu.be/jzrkfP6ZBpE

Tanzmariechen Michelle Ende 2009: http://youtu.be/0LWJKUGdp-w

Junioren- und Funkengarde-Schautanz 2010: http://youtu.be/siW1NIg5oGs

Funkengarde 2010:  http://youtu.be/tgK8A0IKZ_E

Tanzmariechen Fabienne 2010: http://youtu.be/J4hDVRc3DEs

und Tanzmariechen Dana 2010:
http://youtu.be/YeykUVUZHHE

 


Die Homburger Narrenzunft war mehrfach erfolgreicher Ausrichter von Tanzturnieren
des Verbandes Saarländischer Karnevalvereine VSK sowie Deutschen und
Süddeutschen Meisterschaften des Bundes Deutscher Karneval BDK.
 Als bisher letzte Großveranstaltung stand 2011 die Ausrichtung der Süddeutschen Meisterschaft des BDK im Sportzentrum Homburg-Erbach an.


 



Videos der Auftritte im Jahr 2010/11:
 

Tanzmariechen Gime, Michelle, Fabienne, Dana für Weihnachten Ende 2010: http://youtu.be/md6B1cPb3Vo

Tanzmariechen Fabienne und Dana 2011: http://youtu.be/N0a0ag-tDW0

 

2011 gründete sich eine Ballettabteilung unter Leitung der Tanzpädagogin Rebecca Heib und in kurzer Zeit betreute sie 150 Balletteusen.




Die Aktiven der Session 2013/2014



Infos und Bilder der Session 2013/2014

Infos und Bilder der Session 2014/2015

Infos und Bilder der Session 2015/2016

 

 


Historische Sammlungen

-> Die Vereinsführung

-> Orden und Ehrenzeichen, Fahne, Standarte

-> Lied "Homburger Faasenacht"

-> Ahnengalerie

-> Ex-Tollitäten

-> Ex-Tanzmariechen

-> Preisträger der "Homburger Kanone"

 


 

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